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Thermische Wirkung in der Nahrung
Jedes Nahrungsmittel besitzt seine eigene Energie und wirkt sich anders aus auf unseren Körper: Wenn sie eine angenehm kühlende Wirkung genießen möchten, beißen Sie in eine Melone (Yin) oder wagen Sie einen Biss einer Chilischote, sie wird ihnen Hitze und Schweiß ins Gesicht treiben. So besitzt jedes Nahrungsmittel seine spezifische Energie. Die Fünf Elemente Ernährung legt außerordentlich viel Wert auf regionale
Frühling Dazu gehören leicht verdauliche Suppen und frische, grüne Nahrungsmittel zur Entschlackung der Organe und Kräuter, welche die aufsteigende Kraft des kleinen Yang stärken. Grüne Nahrungsmittel und alles Sprießende mit viel Chlorophyll (Blattgrün) dienen dem Blutaufbau. Gedämpfte Gemüsegerichte, Keimlinge, Sprossen mit ihrer reinigenden Wirkung - in Kombination mit gekochten Getreidesorten, um die Mitte zu stärken - stehen im Frühling auf dem Speiseplan, genau so wie leichte Eiweißquellen in Form von Fisch, schnelle Wok-Gerichte, marinierter Kräuter-Tofu oder gedünstetes Fleisch. Saisonale und regionale Nahrungsmittel sind die kulinarischen Höhepunkte des Frühlings. Freuen Sie sich auf Frühlingskräuter wie z.B. Petersilie, Kerbel, Löwenzahn, Bärlauch, Sauerampfer bis hin zu knackigen Blatt-Salaten.
Sommer
Herbst
Der Herbst unterliegt dem Wandel, der Umstellung und ist die Zeit der Ernte und die Ernährung sollte zur Stärkung unserer Mitte beitragen, denn die Energie konzentriert sich nun vermehrt nach Innen, d.h. das Qi des Körpers kehrt langsam ins Zentrum zurück. Saure Nahrungsmittel wie z.B. milchsauer vergorenes Gemüse, Sauerkraut uvm. sollten aufgrund ihrer zusammenziehenden Wirkung in kleinen Mengen verzehrt werden. Der bittere Geschmack mit seiner absteigenden Wirkungsrichtung tonisiert das Metall-Element. Nahrungsmittel aus dem Erd-Element mit ihrem süßen Geschmack (nicht Zucker) wirken befeuchtend auf die Lunge, stärken die Mitte, bringen Stabilität, Wärme und Qi. Zuviel befeuchtende und feucht-kalte Nahrungsmittel (z.B. Südfrüchte und große Mengen von Milchprodukten) schwächen die Mitte. Scharfe Nahrungsmittel können sowohl bei Eindringen von Kälte oder innerer Kälte gut sein. Zudem wirkt der scharfe Geschmack Qi-bewegend und ist in vielen weißen Gemüsesorten wie z.B. Lauch, Fenchel, Kohlrabi, Rettich und Meerrettich enthalten.
Winter:
Weniger Rohkost - mehr gekochte Nahrung Stellen Sie Ihre Ernährung auf die kalte Jahreszeit ein. Häufige Rohkost- und Obstmahlzeiten und auch Zitrusfrüchte sind aufgrund ihrer thermischen Wirkung für den Körper sehr kalt und damit in der kühlen Jahreszeit belastend. Vielleicht haben Sie ja selbst schon einmal bemerkt, dass Ihnen nach dem Genuss von bestimmten Lebensmitteil ziemlich „warm“ wurde (z.B. Rotkraut oder Rotwein). Es gibt also Lebensmittel, die in unserem Körper Wärme abgeben und uns dadurch "erwärmen". Zu den wärmenden Nahrungsmitteln zählen durchwegs unsere traditionellen Wintergemüse wie Lauch, Kraut, Kürbis, und Fleisch von einheimischen Wildarten. Aber auch Walnüsse, Maroni und nicht zu vergessen die Auswahl an Trockenfrüchten. Wenn Sie fast immer kalte Hände und Füße haben und häufig frösteln, beginnen Sie den Tag mit einem warmen Frühstück und spüren Sie den Unterschied! Ein gekochter Getreidebrei aus gerösteten Haferflocken oder Dinkelgrieß, verfeinert mit geriebenen Mandeln oder gehackten Walnüssen und einem Apfel- oder Birnenkompott ist ein guter Start in den Tag. Mit einem gut gewärmten Gefühl im Bauch sind Sie nicht so anfällig für Erkältungskrankheiten. Vitamine und Mineralstoffe bekommen Sie aus so wertvollen Zutaten wie Kürbis, Sauerkraut, Rotkraut, Karotten und Kartoffeln. Ergänzt mit hochwertigen kaltgepressten Ölen (Leinöl, Walnussöl, Haselnussöl, Kürbiskernöl), Nüssen und Samen sind Sie für den Winter bestens gerüstet. Als Abendessen empfiehlt sich ein Gemüseeintopf aus Wurzelgemüse mit Getreide oder eine schmackhafte Suppe. Auch die Getränke sollten im Winter bevorzugt warm oder heiß getrunken werden. Die Auswahl an schmackhaften Kräuter- und Früchtetees lässt kaum mehr Wünsche offen. So fantasievolle Mischungen wie Apfel-Zimt-Tee oder Gewürztee mit Ingwer oder Kardamom und ab und zu ein Glas Rotwein oder Glühwein sind die richtige Wahl bei regnerischem und kaltem Wetter. Der salzige Geschmack mit seiner absenkenden und nach unten gerichteten Energiebewegung verstärkt die fallende Energiebewegung des Herbstes und sollte nicht übermäßig genossen werden. |
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